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Sterbegeldversicherung

Sterbe­geld­versicherung: Eine Bestattung kostet schnell mehrere tausend Euro.

Ein Sterbegeld der gesetzlichen Krankenkassen gibt es seit 2004 nicht mehr. Die Rechnung geht an die Erben und, wenn beim Erben nichts zu holen ist, an die Angehörigen.

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, Versicherungsmakler, Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO · Stand:

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Für wen soll vorgesorgt werden?

Kurz gesagt

Was ist eine Sterbe­geld­versicherung, und wer zahlt sonst die Bestattung?

Eine Sterbegeldversicherung ist eine kleine Lebensversicherung, die beim Tod eine feste Summe für die Bestattung auszahlt; üblich sind 4.000 bis 10.000 Euro. Ohne Vorsorge trägt der Erbe die Kosten der Beerdigung (§ 1968 BGB). Ist beim Erben nichts zu holen, zahlen die unterhaltspflichtigen Angehörigen (§ 1615 BGB). Die gesetzliche Krankenkasse zahlt seit 2004 kein Sterbegeld mehr.

  • Einfache Bestattungen kosten schnell 3.000 bis 5.000 Euro (Verbraucherzentrale)
  • Übliche Versicherungssummen: 4.000 bis 10.000 Euro
  • Sozialamt nur, wenn den Verpflichteten die Kosten nicht zuzumuten sind (§ 74 SGB XII)
  • Verbraucherzentrale: im Rentenalter keinen neuen Vertrag mehr abschließen

Die Reihenfolge

Wer zahlt die Bestattung?

Wer zahlt die Bestattung?
WerWannGrundlage
Die ErbenZuerst: Die Kosten gehen aus dem Nachlass§ 1968 BGB
Unterhaltspflichtige AngehörigeWenn die Kosten vom Erben nicht zu erlangen sind§ 1615 Abs. 2 BGB
SozialamtSoweit den Verpflichteten die Kosten nicht zugemutet werden können; nur die erforderlichen Kosten§ 74 SGB XII
Gesetzliche KrankenkasseGar nicht mehr: Das Sterbegeld wurde zum 1. Januar 2004 gestrichenGKV-Modernisierungsgesetz

Wer die Bestattung veranlassen muss, regelt das Landesrecht, in Hessen das Friedhofs- und Bestattungsgesetz. Beamte des Bundes und einiger Länder erhalten ein Sterbegeld ihres Dienstherrn.

Die Einordnung

Wann passt eine Sterbe­geld­versicherung, und wann nicht?

Die Verbraucherzentrale ist zurückhaltend: Wer erst kurz vor der Rente oder später abschließt, zahlt oft mehr ein, als die Hinterbliebenen später bekommen, weil der Beitrag mit dem Eintrittsalter steigt. Sie rät, im Rentenalter keinen Vertrag mehr zu beginnen, und nennt Alternativen: einen Sparplan, von dem die Angehörigen wissen, oder einen Bestattungsvorsorgevertrag, dessen Geld auf einem Treuhandkonto liegt.

Sinnvoll sein kann eine Sterbegeldversicherung, wenn jemand früh abschließt und das Geld sonst nicht sicher beiseitegelegt würde, oder wenn Rücklagen für die Bestattung bei späterem Sozialhilfebezug geschützt sein sollen. Dafür muss die Summe angemessen sein; die Verbraucherzentrale nennt nach der Rechtsprechung rund 5.400 Euro, und der Vertrag sollte vor der Hilfebedürftigkeit geschlossen sein.

Ein Unterschied, den viele nicht kennen: Bei Sterbekassen gibt es keinen Schutz im Fall einer Insolvenz, wie er bei Versicherern besteht.

Ein typisches Beispiel

Angenommen, der Vater stirbt, und niemand hat vorgesorgt

Innerhalb weniger Tage muss ein Bestatter beauftragt werden, und das in einer Lage, in der niemand vergleichen mag. Die Rechnung kommt, lange bevor der Nachlass geklärt ist. Reicht der Nachlass nicht, tragen unterhaltspflichtige Angehörige die Kosten selbst. Eine feste Summe, die schnell an eine benannte Person ausgezahlt wird, nimmt genau diesen Druck heraus.

Worauf wir achten

Worauf kommt es im Vertrag an?

Wartezeit

Wer ohne Gesundheitsprüfung abschließt, bekommt in der Regel eine Wartezeit, in der nicht die volle Summe gezahlt wird. Wie lange sie dauert und was bei Unfalltod gilt, steht im Tarif.

Beitrags­zahlungsdauer

Verträge, die bis zum Tod Beiträge verlangen, können mehr kosten, als sie leisten. Besser ist eine feste Zahlungsdauer.

Höhe der Summe

Zu den Kosten des Bestatters kommen Friedhofsgebühren, Grabstein und Grabpflege. Die Summe sollte zu den eigenen Wünschen passen, nicht zur größten Zahl im Prospekt.

Bezugs­recht

Wer das Geld bekommt, sollte ausdrücklich geregelt sein. Sonst fällt es an die Erben und ist unter Umständen erst später verfügbar.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung überhaupt?

Rein rechnerisch oft nicht. Gerade wer spät abschließt, zahlt häufig mehr ein, als ausgezahlt wird. Der Wert liegt darin, dass das Geld sicher da ist, schnell an eine benannte Person geht und nicht anderweitig ausgegeben wurde.

Bekomme ich noch einen Vertrag mit achtzig?

Manche Anbieter nehmen auch Ältere auf, dann meist ohne Gesundheitsprüfung und mit Wartezeit. Die Verbraucherzentrale rät im Rentenalter allerdings von einem neuen Vertrag ab; ein Sparplan oder ein Bestattungsvorsorgevertrag ist dann oft die bessere Wahl.

Wird die Versicherung auf Sozialhilfe angerechnet?

Nicht, wenn die Summe angemessen und für die Bestattung bestimmt ist; die Rechtsprechung geht nach Angaben der Verbraucherzentrale von rund 5.400 Euro aus. Der Vertrag sollte vor der Hilfebedürftigkeit geschlossen sein, sonst müssen Sie einen besonderen Grund nachweisen.

Was ist ein Bestattungsvorsorgevertrag?

Ein Vertrag mit einem Bestatter, in dem Sie Art und Umfang der Bestattung schon zu Lebzeiten festlegen. Das Geld sollte nie auf das Konto des Bestatters gehen, sondern auf ein Treuhandkonto oder ein gesperrtes Sparbuch. Dann ist es bei einer Insolvenz des Bestatters geschützt.

Versicherung, Sparplan oder Vorsorgevertrag?

Rufen Sie an oder vereinbaren Sie oben einen Rückruf. Wir sagen Ihnen offen, welcher Weg in Ihrem Alter der sinnvollere ist.