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Altersvorsorge

Die Rentenlücke ist kein Schicksal. Sie ist eine Rechenaufgabe.

Auf Ihrer Renteninformation steht, was Sie später bekommen. Was dort nicht steht: was davon nach Steuern, Beiträgen und Inflation übrig bleibt.

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Schritt 1 von 3

Wie weit ist es noch bis zur Rente?

Worum es geht

Warum die Altersvorsorge zählt

Das Rentenniveau liegt bei rund 48 Prozent des Durchschnittseinkommens — und das ist ein Bruttowert vor Steuern und Krankenversicherungsbeiträgen. Wer seinen Lebensstandard halten will, braucht rund 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens.

Die Differenz dazwischen ist die Rentenlücke. Sie lässt sich ausrechnen, und genau das ist der erste Schritt: Erst wenn die Zahl auf dem Tisch liegt, lässt sich über den Weg dorthin reden.

Welcher Weg der richtige ist, hängt weniger vom Produkt ab als von der Lage: Angestellte mit Arbeitgeberzuschuss rechnen anders als Selbstständige, und wer noch dreißig Jahre Zeit hat, anders als wer noch zehn hat.

Ein Fall aus der Praxis

Vierzig Jahre Durchschnittsverdienst

Wer vierzig Jahre lang genau den Durchschnitt verdient, erreicht vierzig Entgeltpunkte und damit eine Bruttorente, die spürbar unter dem letzten Netto liegt. Davon gehen noch Kranken- und Pflegeversicherung ab, und versteuert wird sie auch. Die meisten unterschätzen diese drei Abzüge — und rechnen mit einer Zahl, die es so nie geben wird.

Worauf wir achten

Die Punkte, die den Unterschied machen

Förderung mitnehmen

Betriebliche Vorsorge, Riester und Rürup sind keine Produkte, sondern Förderrahmen. Ob sie passen, hängt an Steuerlast und Familienstand.

Kosten der Anlage

Ein Prozentpunkt laufende Kosten kostet über dreißig Jahre einen erheblichen Teil des Ergebnisses. Bei langen Laufzeiten ist das der größte Hebel.

Flexibilität

Beiträge aussetzen, erhöhen, entnehmen: Das Leben verläuft selten so, wie es bei Vertragsschluss aussah.

Garantie gegen Rendite

Hohe Garantien kosten Rendite. Bei langer Laufzeit ist weniger Garantie oft die vernünftigere Wahl — bei kurzer nicht.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wie viel sollte ich zurücklegen?

Als grobe Orientierung zehn bis fünfzehn Prozent des Bruttoeinkommens, inklusive Arbeitgeberanteilen. Wichtiger als die perfekte Quote ist, überhaupt anzufangen — Zeit ist der Faktor, der sich nicht nachholen lässt.

Lohnt sich das mit fünfzig noch?

Ja, nur mit anderem Schwerpunkt. Kürzere Laufzeit heißt weniger Zinseszins, dafür rücken Steuervorteile und Betriebsrente stärker in den Vordergrund. Und es geht nicht mehr um alles oder nichts, sondern um jeden Euro mehr.

Was ist mit meinen alten Verträgen?

Die gehören zuerst auf den Tisch. Manche alten Policen haben Garantiezinsen, die heute niemand mehr anbietet — die kündigt man nicht. Andere kosten mehr, als sie bringen. Das lässt sich nur einzeln beurteilen.

Lieber sprechen?

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