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Riester und Rürup

Zwei Förderungen, zwei völlig verschiedene Zielgruppen.

Riester lohnt vor allem mit Kindern. Rürup vor allem bei hoher Steuerlast. Für alle anderen gibt es meist bessere Wege.

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Schritt 1 von 3

Was trifft auf Sie zu?

Worum es geht

Warum die Riester und Rürup zählt

Die Riester-Rente wird über Zulagen gefördert: eine Grundzulage je Sparer und eine Kinderzulage je Kind. Dadurch ist sie besonders für Familien mit mehreren Kindern und mittlerem Einkommen interessant. In der Auszahlungsphase ist sie voll steuerpflichtig, und die Verträge gelten als kostenintensiv — zu Recht, bei vielen.

Die Rürup- oder Basisrente wird über den Steuerabzug gefördert: Beiträge sind bis zu einem Höchstbetrag als Sonderausgaben absetzbar. Das wirkt umso stärker, je höher der persönliche Steuersatz ist — deshalb ist sie vor allem für Selbstständige und Gutverdiener gedacht.

Beide sind nicht kapitalisierbar: Es gibt keine Auszahlung auf einen Schlag, nur eine lebenslange Rente. Wer Flexibilität braucht, ist hier falsch.

Ein Fall aus der Praxis

Familie mit drei Kindern

Bei drei nach 2008 geborenen Kindern kommen zur Grundzulage drei Kinderzulagen hinzu. In Jahren mit niedrigem Eigenbeitrag kann die Förderquote den eigenen Aufwand übersteigen. Genau in dieser Konstellation ist Riester schwer zu schlagen — in fast jeder anderen dagegen leicht.

Worauf wir achten

Die Punkte, die den Unterschied machen

Zulagenantrag

Ohne Dauerzulagenantrag gehen Zulagen verloren. Das passiert häufiger, als man denkt.

Kosten der Altverträge

Viele Riester-Verträge aus den 2000er Jahren sind teuer. Ein Wechsel des Anbieters ist möglich, will aber gerechnet sein.

Höchstbetrag bei Rürup

Er steigt jährlich und ist an die Beitragsbemessungsgrenze der knappschaftlichen Rentenversicherung gekoppelt.

Pfändungsschutz

Rürup ist in der Ansparphase geschützt — für Selbstständige ein Argument, das über die Steuer hinausgeht.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Soll ich meinen Riester-Vertrag kündigen?

Meist nicht ohne genaue Rechnung: Bei Kündigung sind alle Zulagen und Steuervorteile zurückzuzahlen. Häufig ist Beitragsfreistellung die bessere Lösung — der Vertrag bleibt bestehen, es fließt nur nichts mehr hinein.

Lohnt Rürup für Angestellte?

Selten. Angestellte zahlen bereits in die gesetzliche Rente ein, die auf denselben Höchstbetrag angerechnet wird. Der Spielraum ist damit meist klein.

Was passiert im Todesfall?

Bei Riester kann das Guthaben auf den Ehepartner übertragen werden. Bei Rürup verfällt es grundsätzlich — es sei denn, eine Hinterbliebenenrente wurde eingeschlossen, was Rendite kostet.

Lieber sprechen?

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