Zum Inhalt springen
0159 01054683

Für Handwerk, Handel und Dienstleistung

Betriebshaftpflicht: Wenn bei Ihrer Arbeit andere zu Schaden kommen

Die Privathaftpflicht deckt nur das Privatleben. Was Sie oder Ihre Mitarbeiter bei der Arbeit an Personen und Sachen beschädigen, gehört in die Betriebshaftpflicht.

  • An keine Versicherungsgesellschaft gebunden
  • Für Sie ohne Honorar, vergütet über die Courtage
  • Rückruf am nächsten Werktag

, Versicherungsmakler, Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO · Stand:

Betriebshaftpflicht-Check

Unverbindlich · wenige Fragen · Antwort persönlich von Maximilian Frischholz

Schritt 1 von 4

Was machen Sie beruflich?

Die Tätigkeit bestimmt, welcher Schutz passt und wonach sich der Beitrag richtet.

Bereich

Kurz gesagt

Was ist eine Betriebs­haftpflicht­versicherung?

Die Betriebshaftpflichtversicherung schützt einen Betrieb, wenn er bei der Arbeit Dritten einen Personen- oder Sachschaden zufügt und dafür nach dem Gesetz haftet. Der Versicherer prüft die Forderung, wehrt unberechtigte Ansprüche ab und zahlt berechtigte. Mitversichert sind nach den Musterbedingungen auch die Mitarbeiter, soweit sie für den Betrieb tätig werden. Gesetzlich vorgeschrieben ist sie nur in wenigen Gewerben.

  • Leistung: Haftungsfrage prüfen, unberechtigte Ansprüche abwehren, berechtigte bezahlen (§ 100 VVG)
  • Mitversichert: alle Betriebsangehörigen, auch Praktikanten und Leiharbeitskräfte im Betrieb
  • Nicht versichert: die eigene Leistung nachbessern oder neu erbringen
  • Pflicht nur ausnahmsweise, etwa im Bewachungsgewerbe (§ 34a GewO)

Worum es geht

Wann brauche ich eine Betriebs­haftpflicht?

Sobald Sie beruflich mit Menschen oder fremden Sachen zu tun haben, also fast immer. Die Privathaftpflicht schließt die Gefahren eines Betriebs oder Berufs aus, in der Regel auch beim kleinen Nebenerwerb. Wer als Einzelunternehmer haftet, haftet mit seinem Privatvermögen.

Maßgeblich ist die Betriebsbeschreibung im Versicherungsschein. Erweitert sich das beschriebene Risiko, ist das nach den Musterbedingungen mitversichert. Kommt eine ganz neue Tätigkeit hinzu, gilt nur die Vorsorgeversicherung: begrenzt auf eine eigene Summe und nur, wenn Sie das neue Risiko nach Aufforderung des Versicherers binnen eines Monats melden. Wer sein Angebot ausbaut, meldet das deshalb besser gleich.

Arbeiten Sie mit Subunternehmern, ist Ihre eigene Haftung aus deren Einsatz über Ihre Police mitversichert. Die Haftpflicht des Subunternehmers selbst ist es nicht. Lassen Sie sich dessen eigene Deckung nachweisen.

Ein typisches Beispiel

Angenommen, der Bohrer trifft die Wasserleitung

Angenommen, Sie montieren bei einem Kunden ein Regal und bohren dabei eine Wasserleitung in der Wand an. Das Wasser läuft in den Estrich und in die Wohnung darunter. Der Schaden in der unteren Wohnung ist ein Sachschaden bei einem Dritten. Dafür ist die Betriebshaftpflicht da. Für die Wand, in der Sie gearbeitet haben, und die Leitung darin kommt es auf den Einschluss der Tätigkeitsschäden an und auf die Summe, die dafür vereinbart ist.

Worauf ich achte

Die Punkte, die den Unterschied machen

Betriebsbeschreibung

Stimmt sie mit dem überein, was Sie heute tun? Neue Leistungen, neue Standorte und mehr Mitarbeiter gehören gemeldet.

Tätigkeits­schäden

Schäden an Sachen, an denen Sie arbeiten, die Sie dabei benutzen oder die im unmittelbaren Einwirkungsbereich liegen. Die Musterbedingungen sehen dafür eine eigene Summe vor. Die sollte zu Ihren Aufträgen passen. Sachen, die Sie zur Reparatur in Ihren Betrieb holen, sind davon ausgenommen.

Deckungs­summe

Sie muss den größten realistischen Schaden Ihrer Tätigkeit tragen und das abdecken, was Auftraggeber verlangen. Manche schreiben Mindestsummen im Vertrag vor.

Mietsachen und Schlüssel

Schäden an gemieteten Betriebsräumen und der Verlust fremder Schlüssel haben eigene Summen. Gemietete Einrichtung und Maschinen erfassen die Musterbedingungen nicht.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Ist eine Betriebshaftpflicht Pflicht?

Für die meisten Betriebe nicht. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Haftpflichtversicherung etwa im Bewachungsgewerbe (§ 34a GewO mit § 14 BewachV). Für viele beratende Berufe gilt stattdessen eine Pflicht zur Berufshaftpflicht. Auch ohne gesetzliche Pflicht verlangen Auftraggeber und Vermieter häufig einen Nachweis.

Was ist der Unterschied zwischen Betriebs- und Berufshaftpflicht?

Die Betriebshaftpflicht zahlt vor allem Personen- und Sachschäden: Jemand wird verletzt, etwas geht kaputt. Die Berufshaftpflicht zahlt, wenn ein Rat, eine Planung oder eine Prüfung einen Kunden Geld kostet. Reine Vermögensschäden aus beratender, planender oder prüfender Tätigkeit schließen die Musterbedingungen der Betriebshaftpflicht ausdrücklich aus.

Sind Schäden durch meine Mitarbeiter versichert?

Ja, wenn Ihre Mitarbeiter bei der Arbeit Dritten schaden. Auch Praktikanten und Aushilfen zählen als Betriebsangehörige. Verletzt sich ein Mitarbeiter selbst bei der Arbeit, ist das Sache der gesetzlichen Unfallversicherung. Ihre eigene Haftung dafür ist nach § 104 SGB VII weitgehend ausgeschlossen, außer bei Vorsatz oder einem Unfall auf bestimmten versicherten Wegen.

Was kostet eine Betriebshaftpflicht?

Der Beitrag hängt von Branche, Umsatz oder Lohnsumme, Zahl der Mitarbeiter, Deckungssumme und Selbstbeteiligung ab. Einen seriösen Betrag nenne ich erst, wenn ich weiß, was Sie tun.

Wie läuft der Check ab und was passiert mit meinen Angaben?

Sie beantworten ein paar Fragen zu Ihrer Tätigkeit, zur Größe des Betriebs und zu einem bestehenden Vertrag. Außer Ihrem Namen und einer Telefonnummer oder E-Mail-Adresse ist alles freiwillig. Ein automatisches Ergebnis gibt es nicht: Ich schaue mir Ihre Angaben persönlich an und melde mich zum gewählten Zeitpunkt. Nach dem Absenden können Sie ankreuzen, welche weiteren Themen ich im Gespräch mit ansprechen soll. Auch das ist freiwillig. Die Angaben nutze ich für Ihre Anfrage; an einen Versicherer gehen sie erst, wenn Sie ein Angebot möchten. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Was kostet mich die Prüfung?

Kein Honorar. Kommt über mich ein Vertrag zustande, zahlt der Versicherer mir eine Courtage; sie ist im Beitrag einkalkuliert. Ohne Abschluss entstehen Ihnen keine Kosten.

Lieber sprechen?

Rufen Sie durch oder sagen Sie mir, wann es Ihnen passt.